| Offizielle Teeball-Regeln 2006 im BBSV (Stand: 09.03.2006)
Artikel 1: DAS SPIELFELD
1.01 Die Basedistanz beträgt 14,00 m.
1.02 Die Outfieldbegrenzung sollte zwischen 35,05 m und 38,10 m von der Hinterseite der Homeplate entfernt sein.
1.03 Der Kreis für den nächsten Schlagmann ist auch als Box für den Schlagcoach vorgesehen.
1.04 Für Foulballs soll vor der Homeplate von Baseline zu Baseline ein Viertelkreis gezogen werden. Der Radius beträgt
2m vom hinteren Punkt der Homeplate aus gemessen.
1.05 Das Batting Tee befindet sich 1 m hinter dem Homeplate.
Artikel 2: EQUIPMENT
2.01 Als offizieller Spielball ist der Ball „RAWLINGS TVB“ zu benutzen.
2.02 Der Schläger muss aus einem Stück solidem, rundem Hartholz oder aus einem Stück hohlem Metall (Aluminium oder
Magnesium) bestehen. Der Schläger darf nicht kürzer als 0,61 m und nicht länger als 0,69 m sein.
STRAFE: Jeder Schlagmann, der einen illegalen Schläger benutzt ist automatisch aus und alle Läufer
müssen auf
ihre Ausgangsbase zurück. Ein Einspruch (Appeal) muss vor dem ersten Schwung des folgenden Schlagmanns
eingelegt werden.
2.03 Helme müssen von allen Schlagmännern, Läufern und den folgenden Schlagmännern getragen werden, solange sie
sich auf dem Spielfeld befinden. Der Helm muss Ohrenschutz und vollen Kopfschutz inkl. Schläfen bieten.
STRAFE: Es ist wichtig, dass Helme auf dem Kopf bleiben, während Spieler von Base zu Base laufen. Bei
einem
ersten Verstoß soll der Spieler vom Schiedsrichter verwarnt werden; beim zweiten und den folgenden
Verstößen im
gleichen Spiel ist der Spieler auszugeben.
Artikel 3: DAS SPIEL 3.01 Die Line-up besteht aus zehn (10) Spielern. 3.02 Die Spieler dürfen max. acht (8) Jahre alt sein. Sollten ältere Spieler eingesetzt werden (siehe hierzu Regelungen
der BuSpO), dann dürfen diese nicht auf den Positionen Pitcher und 1st Base spielen und müssen zudem
die ersten Positionen in der Lineup einnehmen!). 3.03 Auswechselungen dürfen nur zu Beginn eines Halbinnings vorgenommen werden, außer es gibt Verletzungen. 3.04 Kein Spieler (Starter oder Auswechselspieler) kann vom Coach herausgenommen werden bevor er nicht mindestens
einmal geschlagen hat. 3.05 Jeder Spieler darf beliebig oft ein- und ausgewechselt werden. 3.06 Alle Schlagmänner müssen sich im Dugout bzw. auf der Spielerbank aufhalten, während sie darauf warten zu
schlagen. Eine Ausnahme bildet der nächste Schlagmann, der in dem dafür vorgesehenen Kreis („Next
Batter’s Circle“) warten kann. Der Schlagcoach soll auch im Kreis bleiben und den nächsten Schlagmann zur
Batter’s Box begleiten nur für den Fall, dass er das Tee einstellen und Schlaganweisungen geben muss. Dann muss er
sich sofort wieder in den Kreis zurückbegeben. BEMERKUNG: Ausnahmen können bei Anfängern gemacht werden, wenn der Coach dem Schlagmann behilflich sein
muss. 3.07 Die Infield-Fly-Regel findet keine Anwendung. 3.08 Überwürfe bleiben generell ohne Bestrafung, d.h. alle Läufer bleiben auf ihren Bases. 3.09 Bunten ist nicht erlaubt. STRAFE: Der Schlagmann wird beim ersten Verstoß verwarnt. Ein Strike wird gegeben und die Läufer kehren
zur Ausgangsbase zurück. Bei weiteren Verstößen ist der Schlagmann aus. 3.10 Lead, Base Stealing oder Sliding ist nicht erlaubt. Die Läufer müssen die Base berühren, wenn der Ball vom Schläger
des Schlagmanns getroffen wird. STRAFE: Der Läufer wird beim ersten Verstoß verwarnt und alle Läufer müssen auf ihre Ausgangsbase
zurück. Beim zweiten Verstoß des gleichen Spielers ist dieser automatisch aus. Nach dem dritten Verstoß einer
Mannschaft in einem Spiel wird jeder weitere Verstoß mit einem automatisch Aus geahndet. 3.11 Sobald sich ein geschlagener Ball im Besitz eines Feldspielers befindet, dürfen die Läufer nur noch die nächste Base
erlaufen,
sofern sie bereits zu dieser unterwegs sind. Sie können dabei
noch ausgemacht werden.
BEMERKUNG: „Besitz“ bedeutet in diesem Fall, dass der Schiedsrichter den Ball im
Handschuh eines Feldspielers
oder in dessen freier Hand sehen muss; der
Ball darf nicht am Boden sein. Der Schiedsrichter sollte eine Trillerpfeife
haben, mit der er pfeift, um anzuzeigen, wann sich der geschlagene Ball im
Besitz eines Feldspielers befindet. 3.12 Wurde der Ball so hart geschlagen, dass er nach der 2m-Foul-Linie (vor der Homeplate) liegen
bleibt, ist er
spielbar, also „fair“. 3.13 Der Schlagmann ist aus, wenn er drei (3) Foulballs beim dritten Strike schlägt. Ansonsten gibt
es KEINE Strikeouts. 3.14 Der Schiedsrichter soll den Ball zeigen und ihn dann auf das Batting Tee legen, wenn sich der
Schlagmann
schlagbereit erklärt hat und die Feldspieler richtig aufgestellt sind. Der
Schlagmann darf dann seinen hinteren Fuß
nur noch in einer Linie zu seinem Vorderfuß
umstellen.
BEMERKUNG: Ziel dieser Regel ist es zu vermeiden, dass der Schlagmann die Outfielder und
Infielder absichtlich
täuscht, weil sie durch die ursprüngliche Fußstellung des
hinteren Fußes von einem Schlag in die entgegengesetzte
Richtung
ausgegangen sind. Eine kleine Vorwärts- oder Rückwärtsbewegung des
hinteren Fußes wird vom
Schiedsrichter ignoriert, wenn er nicht davon
ausgeht, dass der Schlagmann die Feldmannschaft damit täuschen
will.
STRAFE: Der Schlagmann wird beim ersten Verstoß verwarnt und alle Läufer müssen auf
ihre Ausgangsbase zurück.
Beim zweiten Verstoß des gleichen Spielers ist dieser automatisch aus. Nach dem dritten Verstoß einer Mannschaft
in einem Spiel wird
jeder weitere Verstoß mit einem automatisch Aus geahndet. 3.15 Der Schläger darf nicht geworfen werden. Der Schlagmann kann zweimal verwarnt werden,
nach dem dritten Mal
darf er/sie für den Rest des Spieles nicht mehr schlagen. Läufer müssen
auf jeden Fall zur ihrer Ausgangsbase
zurück. 3.16 Die Schlagmannschaft macht einen kompletten Schlagdurchgang (gesamte Line-up),
unabhängig von der Anzahl
der Aus. Es wird mit der Regel des letzten Schlagmanns gespielt.
Vor dem letzten Schlagmann kündigt der Coach
an: „Dies ist mein letzter Schlagmann“.
Nachdem der letzte Schlagmann den Ball geschlagen hat, versuchen alle
Läufer die
Homeplate zu erreichen. Das Inning endet, sobald ein Aus gemacht wird oder der Catcher im
Besitz des
Balles ist. Die Läufer dürfen den Catcher dabei nicht umrennen! „Aus“ werden also
nicht weiter beobachtet. Ein
Spieler, der ausgemacht wurde, darf aber nicht auf der Base
bleiben. Die Schlagreihenfolge kann von Inning zu
Inning verändert werden, damit
gewährleistet wird, dass nicht immer dieselben Spieler als letzte der Mannschaft
schlagen und
somit keinen Punkt mehr erzielen können.
STRAFE: Wird der letzte Schlagmann nicht angesagt, dann gilt „Dead Ball“ und der Spielzug
wird wiederholt. 3.17 Alle anderen Spieler nehmen normale Baseball-Positionen ein. Der zehnte Spieler ist ein
vierter Outfielder. Der
Catcher muss 2 m hinter dem Batting Tee stehen und darf den Batter
nicht irritieren.
BEMERKUNG: Spieler können normalerweise etwas rechts oder links von ihrer normalen
Feldposition stehen. Die
Positionen, die normalerweise rechts vom 2nd Base
stehen, können nicht auf die linke Seite vom 2nd Base
wechseln, bevor der
Ball geschlagen ist und jene Positionen die normalerweise links vom 2nd
Base stehen, können
nicht auf die rechte Seite vom 2nd Base wechseln,
bevor der Ball geschlagen ist. Zudem darf sich kein Spieler
näher zur
Homeplate positionieren wie die Verbindungslinie zwischen 1st Base und 3rd
Base. 3.18 Spieler, Manager oder Coaches können vom Platz verwiesen werden, wenn sie sich
unsportlich verhalten, nachdem
das Team einmal verwarnt wurde. 3.19 Manager und Coaches dürfen während eines Spieles nicht rauchen, weder auf dem Feld noch
außerhalb. 3.20 Ein reguläres Spiel soll 5 Innings dauern, bei einer Zeitbegrenzung von max. 1 Stunde. Spiele
sollen soweit wie
möglich immer fertig gespielt werden, selbst wenn eines der Teams rein
mathematisch gar nicht mehr gewinnen
kann.
BEMERKUNG: Es sollte möglichst kein Abbruch aufgrund den Mercy-Rules geben. Coaches
sollten durch Umstellung
der Defense verhindern, dass Ergebnisse zu
eindeutig ausfallen. Rundifferenzen von mehr als zehn (10) Punkten
sollten,
im Hinblick eines demotivierenden Spielverlaufs, vermieden werden.
Möglichkeit für Team mit sehr jungen
Spielern:
„1B-Mercy-Rule“ für Allerkleinste (Coach bestimmt Kinder, die, auch wenn sie auf 1B ausgemacht
wurden,
im Spiel bleiben, dann aber keine Punkte mehr erzielen können!) Soll motivierend für die
ganz Kleinen sein, die
sonst immer aus wären/sind! |