Große Erfolge, aber auch schwere Zeiten
Es war wieder einmal ein sehr schwankendes Jahr. Ein
Jahr großer Siege, aber auch vieler Niederlagen. Die wohl größten Erfolge des Jahres 1998 sind der Gewinn des Bayernpokals durch
die Rosenheimer Damen sowie die Ehrung der Idee des Baseballfirmenturniers durch den DBV. Zu den größten Niederlagen zählt wohl
vorrangig die immer noch offene Frage des Baseballplatzes für die 89ers-Familie als auch der Entschluss der Damenmannschaft, im
Jahr 1999 nicht an der neugegründeten Softballbundesliga teilzunehmen. Größtes Problem aller 89ers Mannschaften im Jahr 1998 war
aber der akute Spielermangel in allen Teams. Des öfteren mussten sich die Teams mit nur neun Spielern durch einen Spieltag
arbeiten.
Zu Beginn der Saison stand, wie in den letzten zwei Jahren bereits erfolgreich praktiziert, das Trainingslager in Rimini. Wieder
einmal nahmen 23 Rotjacken begeistert an dem Trainingslager in Rimini teil. Aber diesmal waren nicht nur Rotjacken mit von der
Partie. Auch drei Blaufüßler (zwei Jungs und ein Mädel) von den Landshut Badgers wollten in diesem Jahr ein Trainingslager mit den
89ers genießen. Das alljährliche Night-Game, das die 89ers bisher immer führen konnten, fiel diesmal dem doch sehr späten
Ostertermin zum Opfer. Dafür schaffte es der Chef des Hauses jedoch, ein Turnier mit den auch im Hotel befindlichen Haar Disciples
zu organisieren. Mit zwei italienischen und zwei deutschen Mannschaften konnte man sich über genügend Spiele sowohl bei den Damen
als auch bei den Herren nicht beklagen.
Die Saison 1998 verlief einigermaßen ruhig für die
89ers Mannschaften. Die Herren der 89ers konnten Ihr Ergebnis des letzten Jahres in der Bayernliga erneut verbessern. Mit einem
hervorragenden 4. Platz beendete man die Saison. Etwas vertröstlich stellt sich dieser Platz jedoch trotz allem dar. Hatte man am
Anfang der Saison doch einen hervorragenden Start hingelegt und mit 6:2 Punkten die Tabellenführung errungen. Im weiteren Verlauf
der Saison musste Trainer Gerhard Gilk aber immer öfter mit dem großen Manko Personal arbeiten, so dass zu guter Letzt neben einem
großen Teil der Juniorenmannschaft auch der ehemalige Trainer Markus "Nase" Ledtermann wieder in das Spielgeschehen eingreifen
musste. Auf Grund der doch sehr großen personellen Probleme und den vielen Neun-Mann-Spielen ist es wiederum sehr erfreulich, dass
die 89ers Herren diesen hervorragenden 4. Platz errungen haben. Im Bayernpokal konnten sich die Herren in diesem Jahr wieder einmal
nicht behaupten. Wäre auch etwas zu viel verlangt gewesen. Hatte das Losglück den 89ers doch erneut einen 1. Bundesligisten
zugeteilt, die Grünwald Jesters. Die Herren verloren zwar das Spiel, zeigten aber, was Sie wirklich drauf haben, denn mit einem
4:11 gegen einen solch überlegenen Gegner braucht man sich nun wahrlich nicht verstecken.
Bei den Damen verlief die Saison auch in diesem Jahr wie in den Jahren zuvor. Einige super Spiele, dann wieder ein Desaster. Wie
man es von der Damenmannschaft in den letzten Jahren bereits gewohnt war, schafften sie es auch in diesem Jahr wieder einmal nicht,
ihr ganzes Können die Saison über zu behalten. Mit einem 3. Platz in der Bayernliga muss man sich aber sicherlich nicht verstecken,
sondern kann stolz darauf sein, auch im 3. Bayernligajahr wieder einen guten Platz errungen zu haben. Einen Rückschlag für den
Softballsport in Rosenheim hatte in der Mitte der laufenden Saison wohl die Entscheidung, im Jahr 1999 nicht an der neu gegründeten
Bundesliga teilzunehmen. Die Entscheidung der Damenmannschaft wurde jedoch auf Grund der doch ziemlich hohen Anforderungen an den
Verein, die Abteilung und die Mannschaft selbst getroffen. Und nicht zuletzt die katastrophale Spielerdecke innerhalb des
Damenteams machte eine Entscheidung für die Teilnahme an der Softballbundesliga unmöglich.
Zum Ende der Saison konnten die Damen der 89ers aber dann die Sensation des Softballjahres 1998 erringen. Schafften es die
Softballdamen des MTV Rosenheim doch tatsächlich, den in dieser Saison ungeschlagenen bayerischen Meister, die Regensburg
Legionäre, im Bayernpokalfinale vor heimischem Publikum zu schlagen und den Wanderpokal vor den Augen der Regensburger mit nach
Rosenheim zu bringen. Besonders bitter erscheint der Sieg für die Regensburger aber erst, wenn man das Herrenfinale betrachtet.
Denn dort konnten die Herren der Regensburg Legionäre zumindest einen Teil des Regensburger Traums erfüllen, beide Pokalfinale auf
eigenem Platz für sich zu entscheiden.

Bei den Junioren war es wie in allen anderen Teams auch. Ein einziger Kampf um Spieler. Sehr oft war bis eine Stunde vor
Spielbeginn nicht klar, können die 89ers mit sieben, acht oder neun Spielern antreten. Hier schaffte das neu eingeführte Reglement,
den 89ers einen Schritt entgegen zu kommen. War es in diesem Jahr doch auch möglich, mit weniger als neun Spielern zu einem Spiel
anzutreten, ohne es automatisch zu verlieren. Trotz einiger personell unterbesetzter Spiele, konnten die Junioren erneut den
Gruppensieg der Landesligagruppe B erringen. Mit einem zweiten Platz in der Aufstiegsrunde zur Bayernliga konnte man sich auch in
dieser Runde erneut gut verkaufen. Mit diesem Ergebnis endet jedoch die Ära der Rosenheimer Junioren. Müssen nun zum Ende des
Jahres etwa 80% der Juniorenmannschaft aus Altersgründen ihren Platz aufgeben. Somit beginnt für die "neue" Juniorenmannschaft nun
ein harter Kampf, um sich in der Landesliga auch im Jahr 1999 zu profilieren.Die Jungendmannschaft der 89ers war im Jahr 1998
wieder einmal die Leidtragende. Um die Junioren einigermaßen am Spielbetrieb teilnehmen zu lassen, musste man auf einige der
Jungendspieler zurückgreifen, um überhaupt antreten zu können. Aus diesem Grund war es auch 1998 nicht möglich, eine
Jugendmannschaft ins Rennen zu schicken, obwohl diese bereits im Frühjahr bewiesen, dass sie auch mit den bereits routinierteren
Mannschaften mithalten können. Beim Freisinger Indoor Turnier, schaffte das Team um Trainer Katja Stöwe und Harry Wissmann einen
hervorragenden 3. Platz. Bleibt nur zu hoffen, dass es zumindest im Jahr 1999 klappen wird, eine Jugendmannschaft in den
Spielbetrieb zu entsenden.
Neben den zum zweiten Mal stattfindenden 89ers
Aktivitäten, Tennis-Cup und Weihnachtsfeier war im Jahr 1998 ein weiterer Gedanke geboren. Die Idee eines eigenen Turniers lag
schon lang in der Schublade. Doch traute man sich nicht so recht ran. Als dann jedoch die Idee aufkam, ein Turnier nicht für
bereits Baseballbegeisterte, sondern für Laien auszurichten, wurde das 1. Baseballfirmenturnier ins Leben gerufen. Mit insgesamt
zehn Mannschaften aus dem Großraum Rosenheim konnte man großen Anklang bei den Beteiligten finden. Viele von ihnen waren so
begeistert, dass Sie bereits für ein Turnier im Jahre 1999 plädierten. Neben einem Bericht im Oberbayerischen Volksblatt konnte man
sich auch im Rosenheimer Regionalfernsehen über das doch sehr gut organisierte Turnier Informationen beschaffen. Zu einem noch
größeren Erfolg machte der Deutsche Baseball und Softball Verband das 89ers Turnier. Wurde die Idee der 89ers mit einem Preis für
den "German Baseball Day 1998" ausgezeichnet. Mit diesem Award werden die besten Baseball-Breitensport Events in Deutschland einmal
pro Jahr ausgezeichnet.
Neben dem Breitensportaward erhielten die 89ers noch einen weiteren Award. Mit einem 5. Platz im Jugendförderplan des BBSJ konnte
man sich weiteres wichtiges Geld für den Ausbau der Jugend und Junioren schaffen. Auch im Jahr 1998 konnte man mit einigen
Jugendmaßnahmen, wie Flugblattaktionen an den Schulen und Schnuppertrainings, sowie einem Schlagkäfig beim Jugend 98 Straßenfest
des Stadtjugendringes Rosenheim die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf den Baseballsport in Rosenheim legen. |