Das Jahr 1997 begann für die 89ers mit der
Umstrukturierung der Abteilungsleitung. Neben dem bisherigen Abteilungsleiterposten und dem stellvertretenden Abteilungsleiter
wurde durch die Mitgliederversammlung der Posten des 2. stellvertretenden Abteilungsleiters einberufen. Damit ergaben sich für die
Leitung der Baseball Abteilung nun die Aufgabenbereiche Abteilungsleitung, Public Relations und Organisation. Wie bereits 1996
fuhren auch 1997 die Damen und Herren der 89ers erneut in den Osterferien ins Trainingslager nach Italien. Mit nur einem Trainer
für beide Mannschaften, der langjährige Trainer und Gründer der 89ers Uli Maier, legte sein Amt nieder, schlug man sich eigentlich
doch beachtlich durch die acht Tage. Wie bereits schon im Vorjahr, war für alle Teilnehmer auch dieses Mal der Höhepunkt das
Night-Game gegen das Serie C Team aus San Marino.
Die Saison 1997 war sowohl für die Herren als
auch für die Damen durchwachsen. Mit einigen grandiosen Spielen konnten beide aber trotz allem ihre eigentliche Leistung zeigen. So
schafften die Damen erneut als eine der einzigen Mannschaften Siege gegen den bayerischen Meister, den USC München und den
Vizemeister, die Regensburg Legionäre. Im Gegensatz zu diesen Spielen konnte man hingegen gegen die Baldham Boars, den vorletzten
der Abschlusstabelle der 1997er Bayernliga-Saison in keinem der Spiele überzeugen. Ebenso schwer tat man sich gegen den Absteiger
aus der Bayernliga, die Ansbach Red Sox und die Munich Tigers. Ein besonders positiv einzuschätzendes Ereignis in den Sommermonaten
war der Vereinswechsel des Münchener Softball-Urgesteins Martina Dobler. Sie wechselte nach zehn Jahren Zugehörigkeit von den
Munich Tigers nach Rosenheim.
Auf dem internationalen Turnier in Geilenkirchen
konnten sich die Damen in diesem Jahr nicht so gut verkaufen wie im Vorjahr. Mit einem 10. Platz konnte man nur Vorletzter des
Turniers werden, dies lag aber zum Großteil daran, dass man nur mit zehn Spielerinnen anreisen konnte und zusätzlich hierzu noch
vier Stammspielerinnen fehlten.
Bei den Herren liefen die Saisonspiele in normalen
Bahnen. Dafür war das Drumherum um einiges turbulenter. Im Mai musste der bis dato zwei Jahre tätige Trainer Markus "Nase"
Ledtermann sein Amt aus beruflichen Gründen abgeben und dafür eine schnelle Lösung gefunden werden. Mit Gerhard Gilk und Harry
Wissmann konnte man zwei Spieler des Teams finden, die sich für den Rest der Saison um die Belange des Baseballteams kümmerten. Sie
schafften es, bis auf den zu diesem Zeitpunkt zu den Grünwald Jesters wechselnden Vasko Lalic, alle Spieler zu motivieren und einen
für das erste Bayernligajahr sicherlich nicht schlechten 5. Tabellenplatz zu erringen. Vielleicht hätte man es schaffen können, in
die Aufstiegsrunde zu kommen, aber wie so oft konnte man auch in diesem Jahr einige der berühmten Rosenheimer Innings nicht
verhindern. Am Ende der Saison sieht es für die Herrenmannschaft der 89ers dann nicht besonders gut aus, denn es ist nicht
besonders einfach, einen neuen Trainer für die Bayernligamannschaft zu finden.
Bei den Junioren hingegen kam man eigentlich fast
nie zum Spielen. Kein einziges Heimspiel konnten die Youngsters um Trainer Markus Ledtermann in der Landesliga Gruppe C bestreiten.
Besonders traurig dabei war, dass fast bei jeder Spielabsage der Platz bereits komplett aufgebaut war. Nach einem dann doch noch
eindeutigem 1. Platz qualifizierte man sich für die Aufstiegs-Playoffs für die Junioren Bayernliga. Nach einer langen Fahrt nach
Fürth, wo ein Dreier-Turnier mit den Fürth Pirats und den Baldham Boars stattfand, konnten die Jugendlichen zwar im ersten Spiel
die Oberhand behalten, gegen die Pirats hingegen, musste man ab dem 5. Inning mit der weißen Fahne wehen. Für die elf Spieler war
die Anstrengung dann doch etwas zu groß. Mit einem 2. Platz in der Gesamtlandesliga, wahrte man sich nun ein Relegationsspiel gegen
die Memmelsdorf Barons, 7. der Bayernligasaison. Nach einer langen Fahrt nach Memmelsdorf war man dann doch etwas überrascht, als
man die Mannschaft zum ersten Mal sah. Gegen teilweise zwei Köpfe größere und um einiges kräftigere Spieler verloren die
Rosenheimer die beiden Relegationsspiele. Nach dieser Erfahrung war eigentlich jedem im Team klar, da oben brauchen wir uns gar
nicht blicken lassen.
Die Jugend hatte 1997 mit Katja Stöwe und Harry Wissmann nun auch
endlich zwei engagierte Trainer gefunden. Damit kamen auch sie endlich zu ihren ersten Einsätzen. Nach der Teilnahme am Bad Aibling
Station Tournament, wo sie den 3. Platz belegten, traten sie auch gegen die Michelbach Angels in zwei Freundschaftsspielen an.
Wie bereits im letzten Jahr war auch dieses Jahr wieder an zwei Tagen in den Sommerferien ein Schnuppertag in Zusammenarbeit mit
dem Stadtjugendring angesagt. 20 Jugendliche, darunter teilweise bereits Teilnehmer aus dem letzten Jahr, vergnügten sich unter
Anleitung einiger Rosenheimer Spieler und Trainer auf dem Sportgelände des MTV Rosenheim in Oberwöhr. Neben diesem Event war auch
für die Mitglieder in diesem Jahr einiges geboten. Neben dem ersten 89ers Tennis-Cup, bei dem sich 22 89ers teils als blutige
Anfänger bis morgens um 3 Uhr einige heiße Doppel lieferten. Nach dem Riesen-Erfolg, den dieser Tag brachte, wird er sicherlich
auch 1998 weitergeführt werden. Des weiteren wurde in diesem Jahr zum ersten Mal eine Weihnachtsfeier durch einige Spieler der
Rosenheim 89ers organisiert. Unter den vielen Gesichtern waren sogar Leute, die man die gesamte Saison über nicht gesehen hatte.
Also ein super Erfolg, der vielleicht auch nächstes Jahr wieder fortgesetzt wird.