04.02.08
Rosenheimer Baseballer gewinnen überraschend die Bayerische Meisterschaft
von Gerhard Gilk

In Rosenheim fanden im Rahmen der 89ers-Trophy 2008 die Bayerischen Hallenbaseballmeisterschaften statt. Insgesamt 37 Mannschaften im Jugend-, Herren- und Freizeitteam-Bereich nahmen am Turnier, welches in der Luitpold- und Ignazhalle ausgetragen wurde, teil.

Bei der Jugend ging es als einzige Konkurrenz nicht um den Titel des Bayerischen Meisters, dennoch wollte jedes Team sein Bestes geben. Die Rosenheim 89ers hatten sich auch eine kleine Außenseiterchance ausgerechnet. Mit 3 klaren Siegen in der Vorrunde erreichte man souverän das Viertelfinale. Hier zeigte man sich jedoch von seiner schlechten Seite und konnte keine Akzente setzen, so dass das Spiel gegen die Baldham Boars mit 3:12 verloren ging. Am Ende sprang der 6. Platz unter 18 Teams heraus. Sieger wurden die Gauting Indians, die sich in allen Spielen klar durchsetzen konnten und damit auch im Finale die Haar Disciples klar mit 19:5 in die Schranken verweisen konnten.

Bei den Freizeitteams waren v.a. die Eltern der Nachwuchsspieler gefragt. Es gab sehr spannende Spiele, die ebenso hart umkämpft waren. Am Ende konnten sich die Munich Krasshoppers (Uni-Team) knapp vor den Gröbenzell Bandits durchsetzen und dürfen sich nach 2 Vizemeisterschaften zum Ersten Mal mit dem Titel des Bayerischen Meisters schmücken. Das Rosenheimer Team belegte am Ende den 8. Platz unter 14 Teams.

Für eine besondere Überraschung sorgte die Herrenmannschaft der Rosenheim 89ers. Das Team um Spielertrainer Tobias Rein und dem erstligaerfahrenen Lion Schiner setzte sich in der Vorrunde souverän gegen die Mannschaften aus Landsberg, Erding, Füssen und Nürnberg durch. Alle vier Vorrundenspiele wurden gewonnen und dabei 81 Punkte erzielt und nur 8 zugelassen.

Im Halbfinale wurden die Noris Diamonds mit 27:1 aus der Halle gefegt. Voller Selbstvertrauen trat man dann am Ende eines langen und kräftezehrenden Turniertages im Finale gegen die Landsberg Crusaders an. Doch der Bezirksligist hatte, wie alle anderen Mannschaften vor ihnen, nicht den Hauch einer Chance gegen die blutjungen 89ers (Altersdurchschnitt bei 20 Jahren) und verlor das Finale mit 20:5.
Voller Zuversicht und mit erhobenem Haupt können nun die 89ers in die bevorstehende Freiluftsaison blicken.